Die Anfänge der Raiffeisen-Genossenschaften in Oberösterreich

Die Anfänge: Raiffeisenkasse-GemeindeamtDer Oberösterreichische Landtag leitete bereits im Jahre 1884 eine Initiative ein, um der zunehmenden Verschuldung der ländlichen Grundbesitzer Einhalt zu gebieten. In der Folge setzte im Jahre 1889 eine Gründungswelle von "Vorschusskassen-Vereinen" nach F.W. Raiffeisen ein. In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts wurden im Bundesland auch viele Waren- und Verwertungsgenossenschaften gegründet.

Kriege und wirtschaftliche Krisenzeiten brachten für die Raiffeisen-Genossenschaften in Oberösterreich schwierige Rahmenbedingungen. Die dem Konzept der Raiffeisen-Genossenschaften innewohnende Stärke und der anschauliche Nutzen für die Mitglieder und Kunden setzten sich aber eindrucksvoll durch.

Für die Betreuung und Prüfung der Genossenschaften war bis 1938 das beim Land Oberösterreich eingerichtete "Landesbüro für das Genossenschaftswesen" zuständig. Dieses Landesbüro ist als Vorläufer-Organisation des Raiffeisenverbandes Oberösterreich anzusehen.

Am 21.5.1946 wurde die "Anwaltschaft der land- und forstwirtschaftlichen Genossenschaften" - der heutige Raiffeisenverband Oberösterreich - in der Rechtsform einer Genossenschaft gegründet.