Genossenschaftspionier Friedrich Wilhelm Raiffeisen

„Was einer allein nicht schafft, das schaffen viele!“ 

F.W. Raiffeisen

Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818 bis 1888), der sich stark von den Ideen christlicher Solidarität leiten ließ, nimmt unter den Genossenschaftsgründern im deutschsprachigen Raum eine herausragende Stellung ein.

Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen und sozialen Probleme im deutschen Westerwald verhalf F.W. Raiffeisen mit dem von ihm vertretenen Grundsatz der Hilfe zur Selbsthilfe der modernen Genossenschaftsidee zum Durchbruch. Auf der Grundlage der von ihm konzipierten Mustersatzung wurde im Jahre 1862 im Gebiet des Westerwaldes der erste "Darlehenskassen-Verein" in der genossenschaftlichen Rechtsform gegründet.

Das im Jahre 1866 erstmals erschienene Buch von F.W. Raiffeisen über Darlehenskassen-Vereine gab praktische Anleitungen für die Verwirklichung seiner Genossenschaftsideen und trug zu deren raschen Verbreitung bei.

Das von F.W. Raiffeisen geschaffene Genossenschaftsmodell diente auch als Vorbild für die Gründung von Kreditgenossenschaften sowie Waren- und Verwertungsgenossenschaften innerhalb der Grenzen des heutigen Österreich. Die Gründungswelle von Raiffeisen-Genossenschaften - und damit der Siegeszug einer Idee - setzte in Österreich im Jahre 1886 ein.

Friedrich Wilhelm Raiffeisen
Friedrich Wilhelm Raiffeisen