Informationstagung für oö. Molkereigenossenschaften

Vom Milchpreis über den Exportanteil österreichischer Milch bis zu den Auswirkungen des Brexit auf die Branche spannte sich der Themenbogen bei der diesjährigen Tagung für Funktionäre der oberösterreichischen Molkereigenossenschaften am 11. März 2019 im Bildungshaus St. Magdalena.

Genossenschaftsanwalt Franz Reisecker und Agrar- und Gemeindelandesrat Max Hiegelsberger widmeten sich agrarpolitischen Themen- und Fragestellungen. Ein brisantes Thema diesbezüglich war natürlich der Brexit. Zwar exportiert Österreich nur geringfügige Mengen nach Großbritannien, dennoch hätte ein harter Brexit aufgrund der Verflechtungen im EU-Markt fatale Auswirkungen, so Hiegelsberger.

Verbandsdirektor Norman Eichinger betonte insbesondere den Nutzen eines genossenschaftlich organisierten Molkereiunternehmens für den Landwirt, der gleichzeitig Lieferant und Eigentümer ist. „Gewinne fließen nicht an ferne Aktionäre ab, sondern bleiben zur Gänze in bäuerlicher Hand“, so Verbandsdirektor Eichinger.Spartenleiter Gerhard Steinkress präsentierte den Teilnehmern wichtige betriebs-wirtschaftliche Kennzahlen wie etwa die Entwicklung der Milchanlieferung, des Milchpreises und der Exportquote.

Einen Blick zu unseren Nachbarn ermöglichte der stellvertretende Geschäftsführer der Süddeutschen Butter- und Käsebörse in Kempten, Peter Bermanseder. Er gab den Teilnehmern einen interessanten Einblick über den Ablauf der Preisfindung an der Produktbörse in Kempten im Allgäu.